Filter mit System

Wie ich bereits nebenbei in Woher kommt die Bildqualität erwähnt habe, kann man sogn. Filter kaufen. Filter schraubt man in der Regel an sein Objektiv in das Feingewinde, wo auch der Objektivdeckel seinen Halt findet.

Doch was soll so ein Filter machen? Filter sind immer dann hilfreich, wenn es ohne "kompliziert" wird. Was bedeutet kompliziert? Da gibt es einige Beispiele: - "ND-Filter": Es ist sonnig, das Motiv viel zu hell und die Kamera ist bei 1/4000 schon am Ende seiner Möglichkeiten und das Display zeigt "+3" und das blinkt wie wild - ND-Filter mit der Aufschrift "ND-16" auf das Objektiv Geschraubt und "+3" verschwindet, das Motiv kann nun gut abgelichtet werden. Man ist im Wald unterwegs, ein Wasserfall lädt zum Fotografieren ein, aber das Bild sieht aus als hätte jemand bei einem Video auf Pause gedrückt? Dann nehmen wir unseren Filter mit der Aufschrift "ND-8" und stellen die Blende auf z.B. f/11 und die Verschlusszeit auf 3 Sekunden (wobei ISO auch hier niedrig bleibt) und runden das ganze mit einem Selbstauslöser ab - ein Stativ wäre jetzt von Vorteil, aber eine "sichere" Ablage für die Kamera tut es auch. Fertig ist das Bild mit einem weichen Wasservorhang. - "CPL Filter": Eine tolle Landschaft, wenige Cumulus Wolken am strahlend blauen Himmel - das Foto überzeugt aber nicht, weil das blau nicht blau genug ist? Dann brauchen wir einen sogn. Pol-Filter; korrekt heißt es hier "circular polarizing filter", es gibt auch noch "lineare polarizing filter", die sind aber heute nicht mehr brauchbar. Das besondere an diesem Filter ist die Möglichkeit ihn nach dem Einschrauben weiter frei drehen zu können, damit verändert man wie das Licht auf den Sensor der Kamera trifft. Während man den Filter verstellt, kann man auf dem Display oder im Sucher beobachten, wie dich der Himmel deutlich hervorhebt (dunkleres blau). Aber das ist an sich ein Nebeneffekt, von dem wofür dieser Filter wirklich gemacht wurde: Reflektionen von Oberflächen wie Scheiben oder Wasser zu reduzieren, damit kann man dann z.B. die Fische im Gewässer fotografieren oder wer im Auto sitzt. - "Nahlinsen": Das ist der günstigste Einstieg in die Detail- bzw. Makrofotografie, diese speziellen Nahlinsen werden in verschiedenen Stärken wie Lupen bzw. Brillengläser angeboten. Gerade hier ist der Markt stark umkämpft. - "diverse andere": spezielle Filter für Infrarot-Fotografie, farbige Filter für schwarz/weiß Fotos, UV Filter, Verlaufsfilter.

Neben den verschiedenen Filtern die man einschraubt, gibt es auch Systeme die etwas praktischer sind; praktischer meiner Meinung nach sind die Filter die magnetisch am Objektiv halten. Filter die magnetisch halten brauchen allerdings einen Filterhalter, der auf das Objektiv geschraubt wird, aber dann lassen sich verschiedene Filter wie ND und CPL einfach auflegen und sie halten. Ich habe noch ein weiteres System, was es so heute wohl nicht mehr gibt, bzw. von anderen aber ähnlichen System abgelöst wurde: Cokin-P. Dieses System kommt mit einem speziellen Halter, der in mehreren Lagen verschiedene Filterscheiben aufnehmen kann.

Adapter und Halter

Auf dem Bild sieht man verschiedene Ringe und auch den Cokin-P Filterhalter (unten links), daneben und darüber noch verschiedene Ringe für verschiedene Filtergewinde. Der Rest sind Adapterringe für kleinere oder Größere Filter an Objektiven mit kleinerem oder größerem Filtergewinde - meine Sammlung ist umfangreich und wild durcheinander gewürfelt, da ich bereits früh mit Filtern an verschiedenen Kompakt- und Superzoom-Kameras experimentiert habe.

Als Faustregel sagt man jedoch "kaufe nur den Filter für das größte Filtergewinde und adaptiere nach unten" - d.h.: das größte Filtergewinde das du hast hat 67mm und alles andere ist kleiner, kaufst du jeden Filter als 67mm Version und dazu passend ein Set oder eine Auswahl an Filteradapter für die anderen Objektive.